Ein Pop-Entertainer auf der Höhe der Zeit

Der Jazzschlagzeuger Lukas König fordert als One-Man-Hip-Hop-Band Koenig sich selbst und das Publikum heraus

Feuilleton | Porträt: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 09/17 vom 01.03.2017

Vorbands sind bei Popkonzerten selten laut. Das liegt nicht allein daran, dass sie in der Regel nicht in der Lautstärke des Hauptacts spielen dürfen. Es betrifft auch die Art, wie sie auftreten. Bei allem Selbstbewusstsein sind gleichzeitig Bescheidenheit und Demut gefragt, wollen sie doch einerseits ihre Genialität unter Beweis stellen, dem Publikum, das wegen einem anderen Act gekommen ist, aber auch nicht auf die Nerven gehen. Oft führt dieser Spagat zu lauwarmen Auftritten.

Für offene Münder dagegen sorgte Koenig, als er für Bilderbuch auf deren "Schick Schock"-Tour 2015 die Abende eröffnete. Schon die knallbunte Neonoptik seines Outfits signalisierte: Jetzt komme ich! Mit einer Krone auf dem Haupt nahm Lukas König -als Mitglied von Bands wie Kompost3 oder Koenigleopold einer der versiertesten Jazzzeugler und einer der experimentierfreudigsten Musiker des Landes -hinter seinem Drumset Platz und startete eine derbe One-Man-Hip-Hop-Show, auf die so niemand vorbereitet war.

Mit

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige