OHNE GENIERER

Die Liebe zur Vulgarität vereint Oligarchen und Proletarier. Doch ist es wirklich so schlimm, tiaf zu sein? Ausgerechnet die Haute Couture unternimmt einen subtilen Rettungsversuch


Sittenprotokoll: Matthias Dusini

Feuilleton, FALTER 09/17 vom 01.03.2017


Foto: Martin Parr

Millionen von Briten wollen nicht, dass er in den Königspalast kommt. Sie haben eine Petition unterzeichnet, dass US-Präsident Donald Trump nicht als offizieller Staatsgast empfangen wird. Die Queen, Symbol aristokratischer Vornehmheit, träfe einen Grapscher und Pöbler, auf den vor allem ein Prädikat zutrifft: vulgär.

Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi hatte mit Bunga-Bunga-Partys die Latte sehr tief gelegt. Nun regiert ein Mann eine Supermacht, der wie eine billige Imitation Berlusconis wirkt. Zeigt die Macht ihr wahres, nämlich ordinäres Gesicht?

Die Ausstellung „Vulgär? Fashion Redefined“ des Londoner Kulturzentrums Barbican, die ab 3. März im Winterpalais läuft, versucht eine subtile Ehrenrettung. Die Kuratorin Judith Clark machte Ausflüge in die Geschichte der Mode, um die Frage zu beantworten, wo die Grenze zwischen Hui und Pfui verläuft.

  1719 Wörter       9 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Feuilleton-Artikel finden Sie in unserem Archiv.

Anzeige

Anzeige