7 Sachen, die Sie über den Kulturverein mo.ë nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 09/17 vom 01.03.2017

Was ist das für ein Verein?

Der Wiener Kunstverein pica pica bespielt seit 2010 eine Hernalser Gründerzeitfabrik unter dem Namen mo.ë mit einem Programm aus Kunst, Musik, Tanz, Ausstellungen, Konzerten und Installationen.

Eh super. Was weiter?

Damit soll nun Schluss sein. Dem Verein fehlten die finanziellen Mittel, um zwei Räumungsklagen vom vergangenen Jahr vor Gericht auszustreiten. Nun soll mo.ë im Mai endgültig ausziehen.

Warum?

Ein Immobilienentwickler hat die Fabrik gekauft und hat große Pläne mit ihr. Soll heißen: Generalsanierung und schicke Loftwohnungen.

Liegt die Fabrik denn in einer so guten Gegend?

Noch nicht. Es handelt sich um einen klassischen Fall von Gentrifizierung.

Wie das?

Ganz einfach: Weil das Grätzel in absehbarer Zukunft durch den Bau der U-Bahn-Linie U5 stark aufgewertet werden wird und die Immobilienpreise dadurch steigen werden.

Wo ist das Problem? Dann sollen sie halt anderswo Kunst machen!

Zum einen ist die Fabrik ein historisch wertvoller Ort, zum anderen hat mo.ë das Grätzel belebt und aufgewertet.

Und jetzt?

Und jetzt findet das Kulturstadtrat Mailath-Pokorny bedauerlich und sagt, man könne bei der Vermittlung eines leerstehenden Objekts helfen.


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