Fasching ist nur einmal im Jahr

Was für die Wiener ein lästiger Brauch, ist am Land die schönste Zeit des Jahres. Was kann der Fasching im Ennstal?


Reportage: Lukas Matzinger

Landleben, FALTER 09/17 vom 01.03.2017


Foto: Patrick Rieser

Alle sind wieder da. Der Akademiker und die Fabriksarbeiterin, der Versicherungsmakler und die Lebenskünstlerin. Einmal im Jahr kommen Menschen wie sie zusammen, zwängen sich in scheuernde Kostüme und feiern, als sei es ihnen verordnet worden. Endlich, endlich, endlich ist der Fasching wieder da.

Zwei Dörfer im steirischen Ennstal, die Mitte Österreichs. Das nächste Krankenhaus ist 40 Kilometer entfernt, die nächsten Handelsakademie und HTL auch. Echte Landmenschen wohnen hier, mit offenen Herzen, großen Lebern und, von der schweren Arbeit, Hornhaut an den Händen. Und Menschen, die das mit der fünften Jahreszeit wirklich genau so meinen.

Fasching bedeutet hier mehr als Verkleiden von Kleinkindern und am Dienstag mit Pappnase ins Büro kommen und dort gemeinsam eine Flasche Sekt trinken. Der Fasching hier ist der größte denkbare Anlass im ganzen Kalender.

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