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"Biografie" eines Mannes, dem nichts heilig ist

SF | Lexikon | aus FALTER 09/17 vom 01.03.2017

Seit gut 25 Jahren gibt Maxim Biller in deutschen Medien hingebungsvoll den Juden, den die Deutschen hassen sollen. Seine Zeitungsartikel und bis vor kurzem auch seine Auftritte im wiederbelebten TV-Format "Das literarische Quartett" zeugen von einem Mann mit zwanghaftem Hang zur Provokation. Schon beim Titel seines aktuellen Romans geht das Kopfkino los. Welche Biografie erzählt er in dem Buch, seine eigene? Der Erzähler Solomon "Soli" Karubiner ist nah an Biller gebaut. Wie er wurde Soli in Prag geboren und kam als Kind mit seinen russisch-jüdischen Eltern und seiner Schwester nach der Niederschlagung des Prager Frühlings nach Deutschland. "Biografie" ist ein Roman über Juden heute, der sich liest, als hätte ein sexsüchtiger Mel Brooks auf Speed einen Achtstundenschinken produziert. Moderation: Klaus Kastberger.

Hauptbücherei, Di 19.00


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