Das Maß des Journalismus

Populisten erklären kritischen Medien den Krieg, sie werfen Nebelgranaten und schreien "Fake News". Wie kann man Qualitätsmedien noch erkennen?

Analyse: Benedikt Narodoslawsky | Medien | aus FALTER 09/17 vom 01.03.2017


Illustration: Daniel Jokesch

Es war eine Woche des Frontalangriffs. US-Präsident Donald Trump nannte Journalisten „Volksfeinde“, ließ renommierte Medien wie CNN und die New York Times von einer Pressekonferenz ausschließen und drohte damit, Berichte verbieten zu wollen, die sich auf anonyme Quellen stützen. Am Samstag sagte Trump seine Teilnahme am legendären Presse-Politik-Treff „Correspondents’ Dinner“ im Weißen Haus ab. Der letzte Präsident, der sein Kommen abgesagt hatte, war Ronald Reagan im Jahr 1981. Er hatte gerade ein Attentat überlebt und musste sich davon erholen.

In Zeiten Trumps wirkt das Abbild der US-Medienlandschaft wie ein Filmnegativ: Schwarz ist zu Weiß und Weiß zu Schwarz geworden. Medien, die für ihre Berichterstattung regelmäßig die begehrten Pulitzer-Journalistenpreise abräumen, gelten plötzlich als „Fake News Media“, also mediale Fälscherwerkstätten. Statt ihrer nehmen nun im Presseraum des Weißen Hauses rechtskonservative Journalisten von der Propagandaplattform Breitbart Platz.

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