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Benedikt Narodoslawsky | Falter & Meinung | aus FALTER 10/17 vom 08.03.2017

Freitagfrüh, Wiener Messehalle. Birgit Witt stock sitzt auf einem Barhocker, Stand M 14, Berufsinformationsmesse Best. Vier Tage sind Falter-Mitarbeiter hier im Schichtbetrieb vertreten und erklären allen, die vorbeikommen, was und wie man beim Falter so arbeitet.

Damit sich so viele wie möglich für den Falter interessieren, hat sich Marketing-Chefin Barbara Prem mehrere kluge Sachen überlegt. Etwa die Falter-Ape als Blickfang, die am Stand parkt. Wer die Falter-Ape nicht kennen sollte: Am leichtesten lässt sie sich mit einem Lamborghini-Rennboliden vergleichen. Die Maschine öffnet ihre Türen nicht seitlich, sondern schneidig nach oben und sieht dabei so aus, als wollte sie gleich abheben. Der Unterschied zum Lamborghini: Die Ape hat nur drei Räder und schaut eher aus wie ein Moped.

Schon kommen die ersten Interessierten. "Darf ich mit dem Moped fahren?", fragt ein kleines Mädchen. Wittstock sagt: "Nein."

Ein Bub kommt und fragt: "Was ist das da?" Wittstock sagt: "Der Falter."

Während die Katholiken ein paar Stände weiter mit Gratisglückskeksen locken, ködert der Falter die Besucher mit Gratisbleistiften. Die Annäherung an die Stifte an der rechten Wand des Standes erfolgt auf verschiedenen Wegen. Mal sieht man nur jemandes Hand um die Ecke greifen. Andere wiederum fragen höflich und nehmen dann so viele, wie in einer Hand eben Platz haben. Messen sind Orte, an denen man Menschen kennenlernt. Wittstock blickt auf den Bleistiftbehälter und flüstert: "Je mehr du hineintust, desto mehr nehmen sie."


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