Menschen

Vierzehn Feste für Filme von Frauen


Lukas Matzinger
Falters Zoo | aus FALTER 10/17 vom 08.03.2017

Einer von 90 Oscars für die beste Regie wurde bisher an eine Frau vergeben (Kathryn Bigelow 2010 für "The Hurt Locker"). Und die bekannteste Kamerafrau ist hierzulande wahrscheinlich jene, die am ungarischen Grenzort Röszke nach einem Flüchtling trat. In Hollywood haben die goldenen, aber vor allem weißen und männlichen 30er-Jahre nie geendet. Dieser Unerträglichkeit will Gabriele Frimberger entgegenwirken.

Zum 14. Mal macht Frimberger mit den Frauenfilmtagen heuer ein Festival, und mit ihm Politik. Sie zeigt eine Woche lang österreichische - aber nicht nur - Filme, die wesentlich von Frauen geschaffen wurden. Am vergangenen Donnerstag stieg die Eröffnung im Filmcasino, zu Gast waren die Kostümbildnerin Monika Butt inger, die isländische Botschafterin Gréta Gunnarsdótt ir und manche Chefinnen anderer Filmfestivals. Leider kamen viel zu wenige Männer zuschauen.

Obacht: Die Eröffnung war im Filmcasino, die Filme laufen bis inklusive Donnerstag im Metro Kinokulturhaus.

Dann gibt es die Art von Veranstaltungen, deren Zweck sich auf den ersten Blick nicht unbedingt erschließt. Aber dann beim zweiten ... auch nicht so hundertprozentig.

Der vergangene Samstag war jedenfalls der Tag des achten Wiener Techno Balls. Der genau das ist, wonach er sich anhört: Drei lasergeschmückte Festsäle des Hübner Kursalons werden durch DJs, bunte Visuals und ausgeflippt angezogene Menschen zum Electroparkett. Der Eintritt machte 65 Euro an der Abendkassa, dafür bekam man 25 DJs, eine Tattoo-Station und einen abgedrehten Jazz-Crooner.

Der schwer erklärliche Lösungsansatz "Walzer meets beats" des Ibiza-affinen Veranstalterpaares Nicolaus und Bernadette Helletzgruber scheint sich in der Stadt etabliert zu haben. Im Anschluss, konkret am Sonntag um sechs Uhr, ging's zur Afterhour-Party in der Pratersauna. Wem so was gefällt? Unter anderem den Privatfernsehgesichter Andreas Moravec (ATV) und Elvyra Geyer (Puls4), die haben sich das gegeben.

Dabei hatte mit dem Aschermittwoch eigentlich schon die Fastenzeit begonnen, in Wien auf kultig mit dem Künstlerheringsschmaus im March felderhof. Der wurde von der Urgroßmutter des jetzigen Chefs erfunden und fand folglich schon zum 104. Mal statt. Zum "Künstler"-Heringsschmaus kommen Kuriositäten des Wiener Promibetriebs, alles ist bunt, das Lokal, das Essen, die Leute. Heuer schlugen beim Büffet Christina Lugner, La Hong, Edith Leyer und Gerhard Ernst (der, der den Leberkäsverkäufer Hofstädter in der Werbung spielt) zu. Stefan Fleischhacker, Wiens letzter Kunstpfeifer, pfiff Kunst.

Zu den Kurzmeldungen. Der Hollywoodstar Jennifer Lawrence aß am vergangenen Donnerstag Schnitzel beim Figlmüller in Wien. Lawrence drehte für den Actionfilm Red Sparrow in Budapest, dann fuhr sie auf was Paniertes in die Wollzeile. Dem Vernehmen nach hat sie nicht zusammengegessen.


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