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Tribute-Nacht für den US-Musiker Jason Molina

GS
Lexikon, FALTER 10/17 vom 08.03.2017

Kokain war nicht das Problem", sagte der Falco-Entdecker Markus Spiegel kürzlich, als das turbulente Leben des Wiener Popstars wieder einmal öffentlich rekapituliert wurde. "Kokain hat man, oder man hat es nicht. Hat man es, ist es gut, hat man es nicht, ist es auch gut. Falcos Problem war der Alkohol." Wie es Jason Molina mit dem weißen Pulver hielt, ist nicht überliefert, wie Falco hat aber auch den US-Musiker der Alkohol umgebracht. Nur dass bei Molina, er starb 2013 39-jährig, noch nicht einmal ein Bus im Spiel war. Bekannt gemacht hatten den Ende 1973 geborenen Songwriter seine Bandprojekte Song: Ohia und Magnolia Electric Co., mit denen er, Will Oldham alias Bonnie "Prince" Billy nicht ganz unähnlich, den Graubereich von Schönheit und Dramatik ausleuchtete. Molinas Anfänge lagen im Heavy-Metal-Bereich. Später sollte sich seine Musik vor allem durch Zartheit und Verletzlichkeit auszeichnen, freilich stets kombiniert mit einer gewissen Scharfkantigkeit - Indiefolk, Lo-Fi und Alternative Country lauteten die zugehörigen Schlagwörter. Im Rahmen einer Tribute-Nacht verbeugen sich nun acht lokale Acts vor Jason Molina, darunter Elsa Tootsie and the Mini Band, Bo Candy und Eloui.

Fluc, Do 20.00

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FALTER 21/19
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