Bedrohte Vielfalt - wenn strukturelle Gewalt den Zusammenhalt gefährdet

Empfehlung: Veronika Krenn | Lexikon | aus FALTER 10/17 vom 08.03.2017

In Zeiten der Unsicherheit, in der alte Gewissheiten und Strukturen brüchig werden, scheint Radikalisierung salonfähig zu werden. Verbale Gewalt und Hasstiraden in sozialen Netzwerken wider vermeintlich "Andere" entzweien den gesellschaftlichen Zusammenhalt, Terror lässt manche nach staatlicher Überwachung rufen. Dadurch wird auch der Weg zur Ausübung von struktureller Gewalt geebnet - etwa Einschränkung von Grundfreiheiten, die kulturelle Vielfalt und religiösen Freiheiten gewährleisten.

Das Symposion Dürnstein, kuratiert von der Wissenschafts-und Religionsjournalistin Ursula Baatz, präsentiert führende Experten aus Wissenschaft, Religion und Philosophie, die zum Thema "Gesellschaft, Staat, Gewalt. Was uns zusammenhält" Beiträge liefern.

Neurowissenschaftliche Aspekte zu sozialer Verbundenheit und Aggression bringt der Neurobiologe Joachim Bauer am Eröffnungsabend ein. Am Freitag sucht der Autor und Psychologe Ahmad Mansour nach Ursachen von religiösem Extremismus und Migrationsforscherin Gudrun Biffl referiert über Menschenhandel.

Die aus Indien stammende Politikwissenschaftlerin Nikita Dhawan spricht über Geschlechtergewalt, während sich Gary S. Schaal mit Politik zwischen Emotionen und Fakten auseinandersetzt. Den Samstag eröffnet der Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller von der Princeton University mit einem Vortrag zum Thema Populismus. Falter-Autorin Sibylle Hamann führt in die finale Diskussion mit einem Referat zum Thema kulturelle Gewalt.

Stift Dürnstein, 9. bis 11.3., www.symposionduernstein.at


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