Die Glosse vom Falter

Punkterl

Falter & Meinung | aus FALTER 10/17 vom 08.03.2017

Steuern für Katzen!, fordern in Deutschland besorgte Bürgerinnen und Bürger. Die Haustiere würden sich nämlich nicht mit dem faulen Herumliegen auf der Ofenbank begnügen, sondern recht ungeniert ihren Jagdtrieb ausleben. Millionen von Vögeln fallen jährlich dem Killerinstinkt der Miezen zum Opfer. "Man könnte versuchen, dem Elend der verwilderten Katzen vorzubeugen, indem man die Jägerschaft ohne Anpöbeleien ihrer Aufgabe nachgehen lässt", schlug ein Autor in der FAZ vor.

Bevor die österreichischen Behörden zu solch drastischen Maßnahmen greifen, sollten sie sich den Kampf gegen die Hundeplage in Erinnerung rufen. Jahrhundertelang landete der Kot der Vierbeiner auf den Straßen und unter den Sohlen der Bürgerinnen und Bürger. Erst Schilder mit der Aufschrift "Nimm ein Sackerl für mein Gackerl" brachten die Wende.

Eine ähnliche Kampagne wäre auch für die samtenen Pfoten denkbar. "Vögleins Tod bringt Kätzchen Schrot", oder: "Weniger Miau, sonst Steuer-Au!"


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige