Film Neu im Kino

Killer in der Villa: Trash mit Hollywood-Horror-Hippies

Dr Robnik | Lexikon | aus FALTER 10/17 vom 08.03.2017

In einer Zeit, in der viele US-Filme gut gespielt, schön ausgestattet, aber öd sind, kommt endlich ein B-Movie, wie es sein soll: "Wolves at the Door" bietet richtig üble Darsteller*innen, und das Budget ist so eng wie die Räume und Hosen; Letzteres deshalb, weil er 1969 in einer Villa in Hollywood spielt, in der Hammermörderhippies umgehen. Anders als rezenter Home-Invasion-Horror à la "Don't Breathe" folgt dieser Film Fakten: Die Manson-Sekte ermordet Schauspielerin Sharon Tate (Roman Polanskis Frau) und Freunde.

Daraus macht die Regie von Horror-Kameramann John "Conjuring" Leonetti wenig und auch sonst keine Umständ: Unschärfen, Pumperer, Jump Scares, Schleichen, Slashen, Fahrten, fertig, eh spannend. Es dauert, bis die Opfer merken, was abgeht, und wir, dass wenig abgeht, zumal nix in Sachen Gewaltdrastik, die vielleicht eh niemandem abgeht. Aber irgendwie passt bei diesem Film alles. Toll, dass so was überhaupt ins Kino kommt und nicht nur online oder im Drogeriemarkt verramscht wird; es vermittelt das Gefühl, es gäbe ganz viele Kinos zu füllen. Sehr kurz ist das auch, also hock dich rein!

Bereits in den Kinos


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige