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Der ORF, die FPÖ und die Sache mit den Fliegern

BENEDIKT NARODOSLAWSKY | MEDIEN | aus FALTER 11/17 vom 15.03.2017

Die Rechnung aus dem Jahr 2009 beträgt über eine Million Euro, sie stammt vom Lobbyisten Erhard Steininger und ist an die Adresse des Eurofighter-Rüstungskonzerns EADS gerichtet. "Ergänzend zu unserer Rechnung übersenden wir Ihnen als Leistungsnachweis einen Computerausdruck des ORF, in dem alle projektbezogenen Sendungen bis einschließlich 4. Feb. 2003 dokumentiert sind", zitiert das Nachrichtenmagazin Profil in seiner aktuellen Ausgabe aus Steiningers Schreiben an die EADS.

Bereits vergangene Woche enthüllte Profil, dass EADS-Berater ein Konzept erstellt hatten, um die ORF-Fernsehberichterstattung systematisch zugunsten der Eurofighter zu beeinflussen. Der damalige FPÖ-Kommunikationschef Kurt Lukasek soll maßgeblich daran mitgewirkt haben, er verstarb 2015. Über die Eurofighter sei im ORF "kein einziger negativer Kommentar ausgestrahlt" worden, schrieb Lobbyist Steininger 2009 an EADS.

Als Ansprechpartner aufseiten des ORF nannte Profil den heutigen steirischen ORF-Landesdirektor Gerhard Draxler und den damaligen zentralen Chefredakteur Walter Seledec -Draxler dementierte, Seledec war auf Tauchstation.

ORF-Chef Alexander Wrabetz schaltete die interne Revision ein, um die Causa aufzuklären.


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