Der Prinz der Finsternis

Michael Stavarič schildert eine Dreiecksbeziehung mit Gott und meldet sich mit gleich drei neuen Büchern zurück


Lektüre: Sebastian Fasthuber

Feuilleton, FALTER 12/17 vom 22.03.2017

Ich hatte damit begonnen, einen Roman über zwei gotländische Bergsteiger zu verfassen, die einen mystischen Berg besteigen, dessen Gipfel im Nebel und Wolkentreiben noch nie zu erkennen gewesen war."

Zu einer ähnlichen Wahnsinnsexpedition scheint sich der Roman für seinen Verfasser auszuwachsen. Im Vorwort berichtet Michael Stavarič von der Entstehungsgeschichte: Er schreibt und schreibt, steigt immer höher, aber es ist kein Ende in Sicht. Er kann auch gar nicht aufhören. Die Tinte, die er von seiner Recherchereise nach Gotland mitgebracht hat, fließt wie von selbst aufs Papier.

Die Verlegerin zeigt sich von Arbeitsproben begeistert: ",Gotland' sei mit Abstand das Gewaltigste, was sie je gelesen (...), man würde mir Denkmäler bauen, noch zu Lebzeiten."

An dem Punkt wird langsam klar, dass der Autor flunkert und sein perfides Spiel mit dem Leser treibt. Er hat natürlich nicht den genialsten Roman aller Zeiten verfasst, diese Art von Größenwahn liegt ihm dann doch fern. Auch die

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