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Spaß haben mit Sprache: Der Technoclown als Autor

SF | Lexikon | aus FALTER 12/17 vom 22.03.2017

Der Mann ist ein gar lustiger Zeitgenosse und immer für Überraschungen gut. Früher hat Christopher Just die Technoszene mit oft brachialem Schmäh aufgemischt. Mittlerweile schätzt er die Einsamkeit seiner Schreibstube mehr als den Dancefloor. Geblieben ist der humoristische Ansatz: Mit "Der Moddetektiv" legt der Wiener einen abgedrehten Debütroman über einen etwas in die Jahre gekommenen Vespafahrer namens Augustin Johnny vor, der eigentlich gar kein Privatdetektiv ist. Für gewöhnlich hilft er der Polizei beim Aufklären komplizierter Verbrechen. Der so spektakuläre wie hanebüchene Kriminalfall in dem Roman ist eine großartige Genreparodie, inklusive "Columbo"-Hommage. Der Krimiplot dient Just aber nur als Vorwand, um sich schreiberisch voll austoben zu können. Für die Buchparty verspricht er einige Überraschungen.

Gartenbaukino, Foyer, Do 21.00


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