Die Glosse vom Falter

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Falter & Meinung | aus FALTER 12/17 vom 22.03.2017

Neuerdings gibt es Smileys mit Nikab und Koran-konform gestutztem Bart. Um die islamische Welt auch in der Sprache der Handysymbole sichtbar zu machen, entwickelte ein New Yorker Programmierer eine entsprechende App. Die kleinen Figuren stehen mit Schleier und Abaya auf dem Skateboard oder tragen verspiegelte Sonnenbrillen.

Im realen Leben wird die Religion des Propheten Mohammed immer wieder mit mittelalterlichen Einstellungen in Verbindung gebracht. Als Zeichen des Fortschritts richtete etwa erst unlängst ein saudi-arabischer Landeshauptmann einen Frauenrat ein, der sich um die Anliegen des weiblichen Geschlechts kümmern soll. Bei der Präsentation des Gremiums stellte sich allerdings heraus, dass nur Männer berufen worden waren.

Die Muslimoticons tragen dazu bei, dass die Religion nicht nur mit solch ernsten Themen in Verbindung gebracht wird. Ein Blick auf die schwarzgewandeten Skaterinnen zeigt: Hinter dem religiösen Vorhang könnte sich das Lächeln eines Mädchens verbergen. I:-)I


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