Drei Akkorde, stacheliges Haar, wütende Jugendliche und der Fall der Mauer

GS
Feuilleton, FALTER 12/17 vom 22.03.2017

Rumort hatte es bereits 1976 ganz ordentlich, aber erst 1977 wurde zum großen Jahr des Punk: Die Sex Pistols, Englands wichtigste Punkband, veröffentlichten ihr einziges Album und versauten der Königin mit dem Lied "God Save The Queen" das silberne Thronjubiläum. Der Kult des Hässlichen, die gelebte Verweigerung, das Aufbegehren und der Reiz der drei Akkorde eroberten 1977 die Welt -und über geschmuggelte Jugendmagazine und heimlich gehörtes Westradio landete die Botschaft auch in der DDR.

Im September 1977 erreichte sie dort Britta Bergmann, die unter dem Pseudonym Major zu einem der ersten Ostberliner Punks werden sollte. Bergmann kam aus einer oppositionellen Familie, ihre Großeltern hatten als Antifaschisten gegen Hitler gekämpft. Unter dem Einfluss von Punk wurde Major zu einer ganz anderen Freiheitsaktivistin: Ihr ging es um individuelle Freiräume, ein Ausbrechen aus einer Gesellschaft, in der nicht nur die Wirtschaft nach Plan zu verlaufen hatte. Mit 16 hatte Bergmann ihr

  483 Wörter       2 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Anzeige

Anzeige