Vom Ballsaal zum Roulette

Die neue Galerie Zeller van Almsick widmet sich einer vernachlässigten Generation

Porträt: Nicole Scheyerer
Feuilleton, FALTER 12/17 vom 22.03.2017

Vor drei Jahren machte der Standard in seinem Lifestylemagazin Rondo mit "Galeristinnen als Mannequins" auf und inszenierte sechs Wiener Kunsthändlerinnen "zwischen 55 und 75" in Designerkleidung. Ein originelles Modeshooting, das aber den Finger auf eine Wunde der Wiener Kunstszene legte: Die erfolgreichsten Galeristen haben ihren 60. Geburtstag schon hinter sich und bis vor kurzem spross im Schatten der Etablierten nur wenig.

Nun eröffnen zwei Quereinsteiger ihre eigene Galerie. Sie entwarf Lampen, er plante Hochhäuser; Magdalena Zeller, 36, und Cornelis van Almsick, 39, waren in den Feldern Design und Architektur daheim, bevor sie der Kunstvirus packte. In den letzten fünf Jahren organisierten die Südtirolerin und der Berliner spannende Ausstellungsprojekte an wechselnden Orten, nun werden sie sesshaft.

"Der Kunstmarkt hat schon etwas von Roulette", sagt Almsick, der als Person nicht wirkt wie ein Spieler. Bei seiner Frau scheute er kein Risiko: "Er hat mir bereits nach drei Monaten

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