Kolumne Außenpolitik

Der hohe Preis des Populismus: Die Niederlande nach der Wahl

Franz Kössler | Falter & Meinung | aus FALTER 12/17 vom 22.03.2017

Die Botschaft aus den Niederlanden ist widersprüchlicher, als die durchwegs erleichterten Reaktionen in ganz Europa vermuten ließen. Das Wahlergebnis bestätigt, dass die rechtsextremen Populisten eingebremst werden können. Die Frage ist, zu welchem Preis.

Belegt diese Wahl, dass gemäßigtere bürgerliche Parteien die Sprache und die Ziele der Nationalisten übernehmen müssen, dass die Linke zersplittert und die Gesellschaft gespalten wird?

Die erfreuliche Nachricht ist, dass nach den österreichischen Präsidentschaftswahlen eine weitere rechtsextreme, mit der FPÖ verbündete Anti-EU-Partei mit ihrem Anspruch auf den ersten Platz gescheitert ist. Das lässt im Hinblick auf die Wahlen in Frankreich und Deutschland hoffen, dass die Bedrohung Europas durch den Rechtsextremismus eingedämmt werden kann.

Die Kräfteverhältnisse sind freilich schwer zu vergleichen: In den Niederlanden liegt das rechtsextreme Wählerpotenzial konstant zwischen zehn und 15 Prozent. Die Gefahr, dass es zur

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