Die Gejagten

Aghiad und Mohammad al-Kheder berichten über die Gräuel des syrischen Bürgerkriegs - und riskieren dafür ihr Leben

Porträt: Bartholomäus Von Laffert | Medien | aus FALTER 12/17 vom 22.03.2017


Foto: Marc Tirl / dpa / picturedesk.com

Das Vapiano ist ein guter Ort, um unerkannt zu bleiben, glauben Aghiad und Mohammad al-Kheder. „So wissen sie nicht, wo wir sind“, sagt Aghiad, keine Emotion in seinem Blick. Über den Bildschirm seines Smartphones rennen Männer mit vermummten Gesichtern, schwarzen Fahnen und AK-47-Gewehren in der Hand. Wenn Aghiad „sie“ sagt, meint er die Mörder des IS. Sie sind hinter ihm her. Hinter ihm und seinem Bruder Mohammad.

Aghiad und Mohammad sind syrische „Zivil-Journalisten“. Zivil-Journalist ist so ein ganz eigenes Ehrenamt, das der Syrien-Krieg geschaffen hat, dessen Beginn sich in diesen Tagen zum sechsten Mal jährt. Aktivisten, die damals auf die Straße gingen, um gegen das verhasste Regime Baschar al-Assads zu demonstrieren. Die anfingen, Fotos und Videos zu machen, um die Verbrechen zu dokumentieren, die erst das syrische Militär, dann Terrororganisationen wie die Al-Nusra-Front oder der IS und später alle zusammen an den Zivilisten verübten.

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