Theater Kritiken

Neil LaButes "Bash": Drei Mal Morden

VK | Lexikon | aus FALTER 12/17 vom 22.03.2017

Es sind kurze Momente, in denen Durchschnittsmenschen das Ungeheuerliche tun und weiterleben, als wäre nichts passiert. In "Bash. Stücke der letzten Tage" erzählt der US-amerikanische Autor Neil LaBute (Jahrgang 1963) drei Geschichten von Mördern, deren Tat sich zufällig in ihr Leben fügt. Eric Lingens spielt einen Geschäftsmann, der in einer prekären Jobsituation seine fünf Monate alte Tochter seiner Karriere opfert. Schauspielerin Lilian Jane Gartner, eine Teenie-Mutter, die von ihrem Lehrer, der der Vater ihres Sohnes ist, verlassen wurde, mutiert zu einer Art Medea. Regisseur Peter Gruber inszeniert zunächst schlicht. Nach der Pause lockert er das Zaumzeug -und ein Hauch von zu ambitioniertem Schülertheater umweht einen.

Durchhaus, Fr-So, Do 19.30


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