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IT-Kolumne


Anna Goldenberg
Medien | aus FALTER 12/17 vom 22.03.2017

Zwischen Selbstbewusstsein und Prahlerei liegt ein schmaler Grat, das sieht man insbesondere in den sozialen Medien. "Freue mich über meinen tollen neuen Job","Endlich wieder Kleidergröße 40" und so weiter. Zwei schottische Psychologen manipulierten vier weibliche Facebook-Profile mit positiven Posts, die teils von der Nutzerin, teils von Freunden verfasst schienen und entweder die Person selbst betrafen oder generell positiv waren ("So ein schöner Sonnenuntergang heute"). Die Studienteilnehmer mussten das Profil nach Kriterien wie Selbstbewusstsein, Attraktivität und Sympathie beurteilen.

Die besten Bewertungen bekamen Profile mit vielen persönlichen Posts von Freunden. Warum? Loben die anderen, wirkt es nicht wie Prahlerei, lautete die Schlussfolgerung, die in der wissenschaftlichen Zeitschrift Cyberpsychology, Behavior, and Social Networking veröffentlicht wurde. Warum in der Studie allerdings nur weibliche Profile untersucht wurden, blieb ebenso ungeklärt wie die Frage, warum man sich nicht einfach für Angeber freuen kann.


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