Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Almdudler Organic

Der Sprudelklassiker, der neuerdings einen auf Bio macht


BW
Stadtleben | aus FALTER 13/17 vom 29.03.2017

Wer in Österreich in den 60er-, 70er-und 80er-Jahren groß wurde, erinnert sich, dass die Getränkealternativen zu Leitungswasser ziemlich überschaubar waren: Tee, Orangeade, selbstgemachte Zitronenlimo, Himbeerkracherl oder, an hohen Feiertagen mit viel Glück, ein Spezi, eine Schartner Bombe oder: Almdudler.

Gegen diese österreichische Kräuterlimo hatten selbst noch so sture Großeltern weniger einzuwenden als gegen anderes "neumodisches Zeug" wie beispielsweise Cola. Denn Almdudler verkaufte sich von Anfang an mit dem Patriotismusschmäh: Als Partner des Alpenvereins gab es ihn auf so gut wie allen Ski-und Wanderhütten, das Trachtenpärchen auf der Banderole und die Tatsache, dass der Sprudel Kräuterextrakte und kein Koffein beinhaltete, machte das Getränk vertrauenswürdig.

Nun hat das Wiener Familienunternehmen wohl gedacht, es müsse auch auf der Hipsterwelle surfen, und hat eine Biolinie herausgebracht: Almdudler Organic, den es in drei Sorten gibt -Lemon, Ingwer und Rhabarber - und natürlich ganz vegan und nicht nur mit weniger Zucker, leider auch mit weniger Geschmack.

Wir haben Rhabarber probiert und endlich die geschmackliche Entsprechung der "homöopathischen Dosis" erfahren: Es sprudelt im Mund, ist süß, und dann -irgendwo ganz hinten - kommt die Erinnerung an Rhabarber.

Rezensierte Getränke wurden der Redaktion fallweise umsonst zur Verfügung gestellt


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