Vor 20 Jahren im Falter Wie wir wurden, was wir waren

Würdigungen

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Falter & Meinung, FALTER 13/17 vom 29.03.2017

Jetzt kann ich es ja sagen. Hermes Phettberg, der damals aussah wie ein Osterei, wurde auf dem Falter-Cover als Osterhase tituliert. Doris Knecht schrieb im Editorial: "Seit Wochen weist Hermes Phettberg darauf hin, dass es wirklich nicht nötig sei, darauf hinzuweisen, dass Hermes Phettbergs Predigtdienst nächste Woche zum 250. Mal erscheine. Er werde, meint Phettberg, eh in seinem ganzen 250. Predigtdienst darauf hinweisen, weshalb wir uns bloß nix antun sollten wegen diesem doch eindrucksvollen Jubiläum, und er sei uns, falls uns dieser 250er nicht wichtig genug sei, ganz bestimmt nicht böse. Er wolle nicht, dass jemand schlecht schlafe, nur weil nicht auf seinen 250. Predigtdienst hingewiesen worden sei. Echt nicht. Diese Woche passierte zwischen Phettberg und dem Falter übrigens zweierlei: Erstens sprach er mit Klaus Nüchtern ausführlich über sein Leben; zweitens wurde vergangenen Freitag ein Vertrag unterzeichnet: Ab sofort managt der Falter Phettberg in all seinen Talkmaster-Aktivitäten. Wir würden darüber gern mehr berichten als nur, dass wir über diese Kooperation hocherfreut sind, dürfen aber nicht. Der Vertrag enthält - auf ausdrücklichen Wunsch des für seine Verschwiegenheit berühmten Hermes -eine Schweigeklausel. Auf Seite 63 finden Sie übrigens den 249. Predigtdienst."

Die Schweigeklausel erwies sich als praktisch, denn aus dem Management aller Talkmaster-Aktivitäten wurde nichts. Mich hat das Zustandekommen dieses Agreements, das nicht einmal das Serviettenpapier wert war, auf dem es besiegelt wurde, nur einige Jährchen meines Lebens gekostet, und wenn die Zeit reicht, gibt's in meinen Memoiren mehr darüber.

Doris Knecht selbst begab sich in dieser Ausgabe übrigens in ein Fitnessstudio, um darzutun, dass sie Muskeln besaß, von denen sie gar nicht wusste, dass sie ihr wehtun könnten.

Sonst enthielt der Falter eine prächtige Buchbeilage von 32 Seiten, in welcher der Germanist Wendelin Schmidt-Dengler die Werkausgabe des 70-jährigen Martin Walser würdigte.

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FALTER 20/19
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