Niemand ließ die Kirschen so schön wachsen. Zum Tod von Karl Hodina


Nachruf: Stefanie Panzenböck

Feuilleton, FALTER 13/17 vom 29.03.2017

Vor einer Woche hat Kontragitarrist Peter Havlicek gemeinsam mit Karl Hodina noch Aufnahmen für ihr neues Album gemacht. Fünf Stunden lang saßen sie am Mittwoch beieinander, Hodina zitierte Gedichte zwischen den Stücken, erzählte, welche Bilder er vorhat zu malen.

Am Donnerstag und am Freitag brachte Havlicek die Zeit mit Schneiden und Mischen zu. Zwei Stunden nachdem er alles fertiggestellt hatte, bekam er die Nachricht vom Tod Hodinas. Der Musiker war auf dem Weg von einem Fußballspiel nach Hause auf der Straße zusammengebrochen. Alle Reanimierungsversuche schlugen fehl, der Doyen des Wienerlieds starb in seinem 82. Lebensjahr.

Karl Hodina wurde in Ottakring geboren, machte später eine Ausbildung zum Lithografen. Als seine Sehkraft schwächer wurde, musste er den Beruf aufgeben. Sein zweites Standbein, die Musik, wurde zur Profession.

Mit dem Lied "Herrgott aus Sta" erlangte er 1971 Berühmtheit. Inspiriert zu dem melancholischen Stück über Kindheit und ihren Verlust hatte ihn

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