Sport Glosse

Hinter der Systemdebatte steckt eher ein Kalkül


Johann Skocek
Stadtleben | aus FALTER 13/17 vom 29.03.2017

Fred gibt zu, dass Marcel Koller etwas richtig gemacht hat, endlich wieder. 2: 0 gegen Moldawien. Wie das? Der ÖFB-Teamchef hat das Nationalelfsystem (4-2-3-1) umgestellt: 3-4-3. Ein Genieschub?, frage ich Fred. Irrelevant!, sagt Fußballexperte Alfred Tatar. "Das Spielsystem ist nur eine Anordnung der Spieler auf dem Feld." Der ganze mediale Analyseboom - Alaba links statt in der Mitte! - unerheblich?

Eventuell Ablenkungsmanöver, sagt Fred. Ablenkung davon, wie Burgstaller sich abrackert Am rechten Wiesenrand: Lazaro und Sabitzer, viel Schweiß, wenig Ertrag. Junuzović hurtelt rauf und runter -und? Diese Mannschaft hat sichtlich Probleme, aber nicht mit dem System.

Daher, sagt Fred, war die Umstellung vor dem Moldawien-Termin egal. Eine derart am Fußball desinteressierte Truppe sollte man 5-0-5 oder 2-2-6 betonieren. Was ist also bewiesen? Nix. "Was zählt, ist die Spielanlage", sagt Fred. Bin ich aggressiv? Zwinge ich den Gegner zu Fehlern? Wo wird attackiert? Da hat sich gegen die Moldawier kaum Besserung abgezeichnet. Grobe Kerle wie die Iren (11. Juni, Dublin) werden die Frage des Spielsystems als banal entlarven. Und eventuell relevantere Fragen an Marcel Koller richten.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige