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Die Frau, die sonst immer nur für andere spricht

SF | Lexikon | aus FALTER 13/17 vom 29.03.2017

Es ist mir ein bisschen peinlich, aber es ist mir so rausgerutscht", sagt Mascha Dabić. Peinlich muss ihr gar nichts sein. Für sie war es freilich ein ungewöhnlicher Schritt, einmal mit ihrer eigenen Stimme zu sprechen und ihr Romandebüt "Reibungsverluste" zu schreiben. Sonst spricht Dabić, die 1981 als Tochter einer Russin und eines bosnischen Serben in Sarajewo geboren wurde und während des Jugoslawien-Kriegs 1992 nach Österreich kam, für andere. Sie hat Autorinnen und Autoren wie Barbi Marković und Dragan Velikić ins Deutsche übersetzt. Daneben arbeitet sie als Dolmetscherin mit traumatisierten Flüchtlingen. Von einer solchen Dolmetscherin handelt auch ihr Roman, der jedoch keine autobiografische Geschichte ist. Ebenfalls an dem Abend präsentiert wird der Roman "Kein Meer" von der Journalistin Olja Alvir. Moderation: Ursula Ebel.

Gesellschaft für Literatur, Di 19.00


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