POLITISCHES BUCH

Psychogramm aus Österreichs Asyl-Beamtentum

Das Aufreger-Buch der Stunde: Franz Schabhüttls Bilanz seiner Traiskirchen-Zeit verspricht Differenziertheit, aber verharrt in Polemik

Rezension: Erwin Zorn
Politik, FALTER 13/17 vom 29.03.2017

Der Autor Franz Schabhüttl hat 26 Jahre seines Berufslebens in Traiskirchen, im größten Flüchtlingsheim Österreichs, verbracht, 13 Jahre davon als dessen Leiter. Aus Anlass seiner Pensionierung legt er, mit dem Journalisten Andreas Wetz als Co-Autor, einen Rückblick auf seine Amtszeit vor und verspricht eine "Erhellung über den Alltag im Asylsystem".

Einleitend beschreibt Schabhüttl darin die Krise des Jahres 2015, als tausende Menschen obdachlos in seiner Wirkungsstätte strandeten. Nach einem daran anschließenden Überblick zur allgemeinen Geschichte des Flüchtlingslagers befasst sich der Autor kurz mit einer Kritik der Genfer Flüchtlingskonvention, mit einer Betrachtung des Phänomens Schlepperei, mit unbegleiteten Minderjährigen und mit der Kriminalität von Asylwerbern.

Schließlich wendet er sich dem Hauptteil seines Buches zu, nämlich der Kritik anderer Akteure im Krisenjahr 2015. In einer Aneinanderreihung zahlreicher Anekdoten trifft er fast durchgängig negative Bewertungen

  847 Wörter       4 Minuten
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