Unter Stalin schwitzen auch die Schwalben

Andrej Platonows neu übersetzter Roman "Die Baugrube" schleudert dem Stalinismus dessen eigenen Müll entgegen


Lektüre: Klaus Nüchtern
Feuilleton | aus FALTER 13/17 vom 29.03.2017

Es gibt in diesem Bücherfrühling wohl kein Buch eines lebenden oder toten Autors, das dermaßen einhellig abgefeiert worden ist wie die Neuübersetzung von Andrej Platonows "Die Baugrube". Das deutsche Feuilleton überschlug sich geradezu vor Begeisterung, aber auch die Kollegenschaft unterschiedlicher Herkunft und Generationen teilt diese Bewunderung.

Nobelpreisträger Joseph Brodsky hielt Platonow schlechterdings für den besten sowjetischen Schriftsteller und stellte ihn noch über Pasternak und Bulgakow, und für Andrzej Stasiuk gibt es "kein schöneres, furchtbareres und klügeres Buch über den Totalitarismus" als eben die "Baugrube".

Bereits dreimal ist der in der ehemaligen Sowjetunion unterdrückte Roman ins Deutsche übertragen worden, nun hat Gabriele Leupold sich in die Stollen dieses Prosabergwerks begeben und laut dem Urteil von des Russischen mächtigen Rezensenten nicht nur Schutt, Lehm und Gestein zutage gefördert (womit die Protagonisten der "Baugrube" befasst sind),

  880 Wörter       4 Minuten
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