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IT-Kolumne


ANNA GOLDENBERG
MEDIEN | aus FALTER 14/17 vom 05.04.2017

Seit ich vor einigen Jahren mein Ex-Smartphone unabsichtlich dem Waterboarding in der Toilette unterzog, lebe ich in der ständigen Angst, am stillen Örtchen erschreckt zu werden. Deshalb trug ich letztens eine Frage, die mich schon lange beschäftigt, in das weltweite Netz hinaus. Und zwar: Wenn man die Toilette benutzt, glaubt, man habe abgesperrt, und auf einmal jemand die Tür aufreißt, hineinschaut und dann schnell den Blick abwendet, "Tschuldigung" murmelt und die Tür wieder zuknallt -wem ist diese Situation eigentlich unangenehmer?

Auf Twitt er ließ ich darüber abstimmen. 41 Prozent der Teilnehmer fanden, es sei für die Person am WC unangenehmer, ein knappes Drittel entschied, es sei für beide gleich peinlich. Immerhin 19 Prozent der 37 Umfrageteilnehmer klickten auf "Ich mag Gesellschaft!" und für acht Prozent leidet der Eindringling mehr. Nun überlege ich, eine Folgestudie zu konzipieren, weil Variablen wie Alter, Geschlecht, Unterwäschedesign, Geruchsentwicklung sowie Smartphoneüberlebensrate nicht berücksichtigt wurden.


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