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Ende der Wiener Wortstaetten

FEUILLETON | aus FALTER 14/17 vom 05.04.2017

Die Wiener Wortstaetten bekommen nach zwölf Jahren von der Stadt Wien keine Förderungen mehr. Die Entscheidung traf eine Jury, die von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) eingesetzt worden war. Konkret geht es um die sogenannte Konzeptförderung, die für vier Jahre vergeben wird. Die Wortstaetten vernetzen und fördern seit 2005 heimische und internationale Dramatiker. Eines der Stücke, das in ihrem Rahmen entstand -"Habe die Ehre" des syrischen Autors Ibrahim Amir -wurde 2013 mit einem Nestroy-Theaterpreis ausgezeichnet. Die Wortstaetten werden mit 200.000 Euro im Jahr gefördert. "Wenn wir kein Geld mehr bekommen, wird dies wohl aus heutiger Sicht das Ende bedeuten müssen", sagt einer der Gründer, Regisseur Hans Escher. Warum gerade die Wortstaetten kein Geld mehr bekommen, wird vom Kulturamt nicht öffentlich begründet, da man niemanden diskreditieren wolle. Warum es zu einer Ablehnung kam, könne persönlich geklärt werden. In der Zwischenzeit ist ein offener Brief für den Erhalt der Wortstaetten im Kulturamt angekommen. Unterschrieben haben etwa Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek sowie die Autoren Felix Mitterer und Franzobel.


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