"Ich kann das Gejammer nicht mehr hören"

Die Berliner Musikerin und Autorin Christiane Rösinger kommt nach Wien. Ein Gespräch über die Gentrifizierung Kreuzbergs, die Freuden des Älterwerdens, männliche Mitmenschen und andere Übel


AM APPARAT: GERHARD STÖGER

FEUILLETON, FALTER 14/17 vom 05.04.2017

Ob 9.30 Uhr ein passender Zeitpunkt für das Interview sei? Die Mailantwort aus Berlin kommt prompt. "Ab 10.30 ist besser", schreibt Christiane Rösinger, ganz die alte Langschläfer-Bohème-Schule. Rösinger wurde in den 1990ern als Sängerin der Band Lassie Singers bekannt, in den Nullerjahren begann die studierte Germanistin, die so schön vieldeutig "ach" sagen kann, auch Bücher zu schreiben. Nun kommt die 56-Jährige nach Wien, um ihr ausgezeichnetes zweites Soloalbum "Lieder ohne Leiden" vorzustellen, ein neues Buch ist ebenfalls gerade erschienen (siehe Marginalspalte).

Falter: Frau Rösinger, ich erreiche Sie daheim in Ihrer Kreuzberger Wohnung, die Sie zu einem Lied Ihrer neuen Platte inspiriert hat. Sie müssen in absehbarer Zeit ausziehen, weil die Wohnung verkauft werden soll?

Christiane Rösinger: Ich wohne hier seit 30 Jahren zur Miete. Entsprechend billig ist sie, weil noch alte Verträge gelten. Durch den Immobilienboom werden in Berlin derzeit aber viele Wohnungen in Eigentum

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