Einst und jetzt herausragend kombiniert

Auf nach Salzburg! Die Osterfestspiele und Performance Tage bieten Oper und zeitgenössischen Tanz

Maria Motter | Lexikon | aus FALTER 14/17 vom 05.04.2017

Ein halbes Jahrhundert gibt es die Osterfestspiele Salzburg. Für das heurige Jubiläumsjahr hat sich das Festival ein spezielles Projekt vorgenommen: Eine sogenannte "Re-Kreation" der Produktion von Richard Wagners Oper "Die Walküre" aus dem Jahr 1967. Verantwortlich zeichnete damals der Gründer der Osterfestspiele Salzburg Herbert von Karajan. Das damalige fantastische Bühnenbild von Günther Schneider-Siemssen wird rekonstruiert und Teil der Neuinszenierung von Regisseurin Vera Nemirova.

Als Sieglinde ist Anja Harteros zu sehen, die damit ihr szenisches Rollendebüt gibt, Peter Seiffert übernimmt den Siegmund und Anja Kampe singt die Brünnhilde. Spannend wird auch Vitalij Kowaljow als Wotan.

An Herbert von Karajan erinnert auch der nach ihm benannte Preis, der heuer an den Pianisten Daniil Trifonov geht. Seine Arbeit können Besucher unter anderem im "Konzert für Salzburg" hören sowie in einem Orchesterkonzert mit Christian Thielemann.

Der amerikanische Organist Cameron Carpenter wird Camille Saint-Saëns' "Orgelsymphonie" spielen. Die Sächsische Staatskapelle Dresden wird unter der Leitung von Franz Welser-Möst Mahlers neunte Symphonie aufführen. Der ständige Gastdirigent der Staatskapelle Dresden, Myung-Whun Chung, dirigiert das Chorkonzert, bei dem die Stars Anna Prohaska und Adrian Eröd mitwirken.

Argekultur und Tanzimpulse Salzburg bringen mit ihren gemeinsam veranstalteten 17. Salzburger Performance Tagen zeitgenössischen Tanz, der hierzulande entsteht, auf die Bühne. Parallel dazu bieten die 27. Ostertanztage Workshops an. Zum Beginn der Salzburger Performancetage bietet "Kontraste -Die Lange Nacht des Tanzes" (Salzburg, Argekultur, Sa, 19.30 Uhr) einen schönen Überblick und Einstieg für alle Neulinge.

Das SEAD-Kollektiv Bodhi Project erforscht den Prozess der Veränderung von Bewegungsprozessen zu Mustern. Die tanz company gervasi lenkt das Augenmerk auf Versuche der zwischenmenschlichen Kontaktaufnahme und auch in Michael Turinskys "Second Skin - Master of Ceremony" sind Blicke wichtig.

Tiina Sööt und Dorothea Zeyringer nehmen sich hingegen so etwas wie die Choreografie eines Regalaufbaus vor: "Never Name the Shelf" lenkt die Aufmerksamkeit auf die Bewegungsabläufe beim Zusammensetzen eines Möbels. Eine Empfehlung ist auch die Performance "A Duet. Ein Solo." der Tänzerin Nayana Bhat, die klug zu unterhalten weiß.

50. Osterfestspiele Salzburg, Sa (bis 17.4.); 17. Salzburger Performance Tage, Sa-Do

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FALTER 03/19

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