"Jeder Tag sollte Montag sein"

Camille Henrot ist ein Star der französischen Kunst. Nun bringt sie ihre Geschichten über Krieg, Sex und Faulheit nach Wien


PORTRÄT: MATTHIAS DUSINI

FEUILLETON, FALTER 14/17 vom 05.04.2017

Die Kämpfer halten sich umklammert, mit aller Kraft den Angriff des Gegners blockierend. Auf den ersten Blick wirken die Jiu-Jitsu-Ringer in Camille Henrots Video "Tuesday" wie ein Liebespaar. Erst allmählich wird aus den angespannten Mienen ersichtlich, dass es hier um alles geht. "Es ist wie im Krieg, es gibt nur Sieger und Verlierer", kommentiert Henrot.

Die 38-jährige französische Künstlerin ist ein Star der Contemporary Art. Hinter ihr stehen mächtige Galerien in aller Welt, im Herbst bekommt sie im Pariser Palais de Tokyo eine Carte blanche, das heißt, sie darf alle Räume der wichtigen Kunsthalle nach ihren Vorstellungen gestalten. Nun ist Henrot zum ersten Mal mit einer Einzelausstellung in Österreich, in der Kunsthalle am Karlsplatz, zu sehen.

Henrot gehört zu einer Generation von Künstlern und Künstlerinnen, die sich keiner bestimmten Schule zuordnen lassen. Sie hat eine Ausbildung in Trickfilm, wechselt aber zwischen den Ausdrucksmitteln hin und her. Henrot gibt Videos

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