Papagei-Papers

Der Staatsoperndirektor in spe hat in seiner Dissertation geschummelt. Wie böse ist ein Plagiat?

ERKLÄRUNG: STEFANIE PANZENBÖCK ILLUSTRATION: GEORG FEIERFEIL
FEUILLETON, FALTER 14/17 vom 05.04.2017

Der ehemalige deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat es getan, die deutsche Ex-Bildungsministerin Annette Schavan ebenso: Sie haben in ihren Dissertationen plagiiert. In Deutschland ist die Sache klar: Wird jemandem der akademische Grad aberkannt, informiert die zuständige Universität darüber auf ihrer Homepage. Guttenberg und Schavan traten zurück.

In Österreich stehen die Hochschulen unter Amtsverschwiegenheit. Die Öffentlichkeit erfährt erst dann von dem Fall, wenn der Anzeiger an die Medien geht, der Betroffene das Ergebnis bekannt gibt oder aus anonymen Quellen etwas durchsickert.

Der österreichische EU-Kommissar Johannes Hahn etwa stand unter Plagiatsverdacht. Das Verfahren wurde eingestellt, weil nicht mehr nachgewiesen werden konnte, welche Zitierregeln in den 1980er-Jahren galten. Auch der steirische Landesrat Christian Buchmann soll plagiiert haben. Die Kleine Zeitung berichtete, dass ihm, laut Insidern, der Doktortitel aberkannt werden soll.

Die Untersuchung

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