Menschlich kleinlich

Dany Boon ist Frankreichs berühmtester Komiker-Export. Auch in "Nichts zu verschenken" verleiht er den Figuren eine monströse Gewöhnlichkeit

PORTRÄT: GERHARD MIDDING | FEUILLETON | aus FALTER 14/17 vom 05.04.2017

Wenn es tatsächlich stimmen sollte, dass das Kino ein Fenster zur Welt und zu uns selbst öffnet, dann müsste das Selbstbild der Franzosen die ausschweifende Heiterkeit sein. Auf der Liste der zehn erfolgreichsten französischen Filme, die allesamt mehr als zehn Millionen Zuschauer in die Kinos lockten, finden sich ausnahmslos Komödien. Der erste dramatische Film auf der Rangliste ist "Die Elenden", die Verarbeitung des Victor-Hugo-Romans "Les Misérables".

Im Hexagon vergewissert man sich der Unverwüstlichkeit der eigenen Lebensart am liebsten, indem man über die Eskapaden von Louis de Funès, Bourvil und Fernandel lacht, später dann über "Drei Männer und ein Baby","Die Besucher" und "Die Strandflitzer", über Asterix' Begegnung mit Cleopatra, schließlich über die "Sch'tis" mit ihrem merkwürdigen Dialekt und ihren furchterregenden Essgewohnheiten sowie über die komödiantische Versöhnung der Klassengesellschaft in "Ziemlich beste Freunde".

Mit "Willkommen bei den Sch'tis" stieg

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