Phettbergs Predigtdienst

Wenn Augen in die Kamera blicken


Hermes Phettberg

KOLUMNEN, FALTER 14/17 vom 05.04.2017

Ich konnte ja jetzt tagelang nicht gestionieren, ein fest gemerkter Traum war jedenfalls nach der Passage am Montag in Ö1, wo über Franz West & Gelatin gesprochen wurde. Da träumte ich, ich sei Polizeireporter, und alle Redaktionskollegen im Traum lobten mich, dass ich in meine Reportage den Ausdruck "ein neuer Vorhang" hineingeschrieben habe. Quelle dieses Traumes dürfte gewesen sein, dass ich, der unbedarfte Unternalber, als wir im Wuk alle neuen sexuellen Möglichkeiten zu summieren versuchten, weder Matura noch Studium im Hirn hatte, nur den Wunsch, endlich einmal Sexualität mit einem Partner zu gewinnen. Doch die Kunststudentys von Gelatin hatten die Idee, die Kunst zu erweitern, im Kopf. Jetzt bin ich, wie es die Gelatin in Ö1 formuliert haben, "ein alter Depp". Weder Kunst noch Sex kamen mir je in die Hände. Bis Mittwoch, 29. März 2017, um 08.35 Uhr. Ich warte nun auf Jesu Christi Hände im Jenseits.

Die größte Freude war mir jetzt am Samstag, wie Dagobert und seine Konzertkonsorten mich besucht haben! Dagobert trat in der Zeitumstellungsnacht in der alten Ottakringer Brauerei auf und um 0.30 Uhr kamen sie (www.dagobert-musik.de) als "New Sound" dran. Sie machten mit mir, als sie mich besuchten, ein Selfie, wo ich meine Wangen an Dagoberts Lederhosenoberschenkel legen durfte! Dieses Foto mit Dagobert möcht ich mir neben Bilderbuch und Wanda an die Wand picken. Wenn Augen in die Kamera blicken, erblickst du die Seele der gerade Blickenden. Ich möchte im Jenseits dann meine Wangen an Jesu Oberschenkel schmiegen! Denn so alt wie Dagobert jetzt ist, dürfte Jesus gewesen sein, als er ins Jenseits gekommen ist. Nichts teilt mehr mit über Menschen als eine fotografierte Band! Ich liege im Bett und sehe mir diese Fotos an der Wand vis-à-vis an. Das ist ja das Großartige, die Freiheit der verschiedenen Musikstile! Und Ö1 offeriert alle Musikstile dieser Welt!

Im letzten Falter (Nr. 13/17) auf Seite 25 ist "der Bob Dylan vom Praterstern", der Nino aus Wien. Ich steh ja vor allem auf Fotografiertes mit jungen Kerlen. Ja, wenn sie benützte Bluejeans anhaben, dann können sie von mir aus auch Jazz spielen, beim Fotoanschauen hör ich den Jazz ja nicht. F

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FALTER 21/19
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