IT-Kolumne

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ANNA GOLDENBERG
Medien | aus FALTER 15/17 vom 12.04.2017

Für Videospiele fehlten mir stets Talent und Geduld. Wegen des unüberwindbaren Endgegners konnte ich Super Mario und Prinzessin Peach nie ein Happy End bescheren, ich brachte Räume mit unsortierten Tetris-Steinchen zum Explodieren und steuerte die Nokia-Schlange zielsicher an die Wand. Kürzlich wagte ich aber einen Neubeginn.

Seit seiner Neuinstallation ist mein E-Mail-Programm nämlich ein bisschen wie ein Computerspiel. Es macht "rschschsch" beim Löschen von E-Mails und ein luftiges "Wuuuup", wenn ich auf "Senden" klicke. Das Aussortieren von Spam fühlt sich jetzt wie ein heldenhafter Kampf an. Rschschsch. Rschschsch. Nimm das, Viagra-Versand! So aufgeräumt war mein Posteingang schon lange nicht. Studien zeigen, dass Videospieler bessere Ergebnisse erzielen, wenn Musik und Soundeffekte eingeschaltet sind. Funktioniert das auch beim Schreiben? Tipptipptipptipp. Rschschsch. Tipptipp. Wuuuup. Jetzt nur noch die Endgegner vom Lektorat besiegen, dann gibt es ein Happy End mit der "Zeit am Schirm" nebenan.


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