Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst


FLORIAN KLENK
aus FALTER 15/17 vom 12.04.2017

Investigative Recherche war früher ein einsamer Job. Aufdecker saßen in der Ecke ihrer Redaktion, vergraben hinter Akten. Mit den einsamen Wölfen ist es vorbei. Weil die großen Missstände auf globaler Ebene zu finden sind, braucht der Falter globale, zumindest aber europäische Recherchenetzwerke.

Wir haben uns daher für Österreich gleich für die Mitgliedschaft in drei Netzwerken erfolgreich beworben. Wir sind Teil des International Consortium of Investigative Journalists, einem in Washington beheimateten Netzwerk von 400 Journalistinnen und Journalisten, das vor genau einem Jahr die Panama Papers veröffentlichte. Das ICIJ erhielt für die Arbeit am Montag den Pulitzerpreis -stellvertretend für alle 400 Journalisten, die an dem Projekt mitarbeiteten.

Wir sind seit einem Jahr auch in der European Investigative Collaboration (EIC), einem Netzwerk, das der Hamburger Spiegel ins Leben gerufen hat. Im Winter enthüllten wir gemeinsam mit den EIC-Kollegen die Football-Leaks.

Nun stellen wir Ihnen die Früchte des dritten Recherchenetzwerkes vor, in dem wir vertreten sind: Die Initiative Investigate Europe besteht aus neun Journalisten aus acht Ländern. Unterstützt wird das Projekt durch mehrer Stiftungen. Gemeinsam mit den Kollegen hat Benedikt Narodoslawsky enthüllt, wie Microsoft Europas Bürokratien im Griff hat (Seite 22). Zu den Medienpartnern gehören neben dem Falter unter anderem der Tagesspiegel, Newsweek Polska, Publico und Aftenbladet.


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