Warum nicht anders?

Ein illustrierter Debattenbeitrag von Christian Kühn, Architekturprofessor an der TU Wien

WIDERREDE: CHRISTIAN KÜHN | Stadtleben | aus FALTER 15/17 vom 12.04.2017

Fünf Jahre sind genug. Schluss mit der Debatte! Wem hängt das Thema "Heumarkt neu" nicht schon längst zum Hals heraus? Tatsächlich hat Wien genug andere Themen, über die man reden sollte: der Abbruch gründerzeitlicher Substanz, die Qualität und Leistbarkeit des Wohnbaus, Verdichtung und Stadterweiterung generell. Und gab es nicht am Heumarkt einen der transparentesten Planungsprozesse, den die Stadt je für ein Bauprojekt gesehen hat?

Die Qualität eines Resultats lässt sich allerdings nicht damit begründen, dass man im Prozess viel Aufwand betrieben hätte. Schon nach der ersten Phase, dem sogenannten "kooperativen Verfahren", in dem mehrere Planungsteams im Jahr 2012 Konzepte entwickelten, hagelte es Kritik. Was als angebliches Resultat des Verfahrens präsentiert wurde, eine Kombination aus Scheibe oder Block mit einem "identitätsstiftenden Gebäude mit Leitfunktion und Signalwirkung, konzipiert als schlanker Turm", war für die Kritiker nichts anderes als eine Lizenz zum Gelddrucken

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