Malfatti? Benfatti!

Warum die italienischen Spinatnockerln ein dankbares Frühlingsrezept sind


GERICHTSBERICHT: KATHARINA SEISER

Stadtleben, FALTER 15/17 vom 12.04.2017

Vor fast genau zehn Jahren ist meine Oma gestorben. Ich höre sie oft reden. Das Wort "dankbar" zum Beispiel bezog sie weniger auf jemanden, sondern meist auf etwas. Dankbar konnte ein Stoff sein, weil man Schmutz nicht so schnell darauf sah oder er gut zu reinigen war. Dankbar konnte der Schnitt einer Hose sein, weil sie im Stehen gut und vorteilhaft fiel, im Sitzen aber bequem war. Ich wiederum halte mich weniger mit Damenmode auf, mehr mit Rezepten. Und die können ganz schön undankbar sein, weil zum Beispiel ein Teig hundig ist, aber das Ergebnis super schmeckt. Dankbare Rezepte, das wäre eigentlich ein Buchtitel, und das folgende bekäme ganz sicher einen Platz darin.

Malfatti heißen in Italien so, weil sie angeblich "schlecht gemacht" sind, ein Holler natürlich, und wer sie wie mein Mann für das Foto so wunderschön dreikantig formt, kann nicht umhin und nennt sie ab sofort entschuldigend "Benfatti". Mal-oder Benfatti sind jedenfalls eine Art Spinatnockerln mit Ricotta, in Salzwasser

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