Wo die Erde schmatzt

In Niederösterreich wird Spargel geerntet. Hinter dem feinen Gemüse steckt harte Arbeit. Zu Besuch bei einem Spargelbauern


REPORTAGE: BIRGIT WITTSTOCK
Landleben | aus FALTER 16/17 vom 19.04.2017


Foto: Heribert Corn

Es war kein guter Morgen, der da für Lukas Lehner angebrochen war. Die Wärme der letzten Tage war feuchter Kälte gewichen. Der graue Himmel über Haag, einer 5500-Einwohner-Gemeinde im Westen des Mostviertels im niederösterreichischen Alpenvorland, hing tief. In der Früh hatte es geregnet und der Boden war weich, sodass die Erde bei jedem Schritt schmatzte. Kälte und Regen – das mag der Spargel nicht.

Am Hof der Lehners, einem gelb gestrichenen Vierkanter unmittelbar neben der B 42 gelegen, die einen von Wien nach Stadt Haag oder umgekehrt bringt, wurde an jenem Morgen Anfang April trotzdem schon seit Stunden gearbeitet. Schlechtwetter hin, Schlechtwetter her.

In der Erntesaison haben Bauern wie die Lehners keine Zeit zu verschenken: Während sich Franz Lehner, Lukas’ Vater, in Arbeitshose und schlammigen Gummistiefeln auf den Traktor hievt, um den Erntehelfern, die auf den Erdbeerfeldern unweit des ehemaligen Schweinestalls junge Pflanzen umtopfen, neue Erde aufzuschütten, ist Lukas damit beschäftigt, den Überblick zu behalten, die Arbeiten zu verteilen.

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