Das trojanische Pferd

Die Abhängigkeit von Microsoft macht den Staat verwundbar für Hacker-und Spionageangriffe

BERICHT: HARALD SCHUMANN, ELISA SIMANTKE, BENEDIKT NARODOSLAWSKY | Medien | aus FALTER 16/17 vom 19.04.2017

Im Februar rangen Hacker die Website des österreichischen Parlaments nieder, Anfang März die des Außenministeriums. Allein das österreichische Bundesheer wehrt pro Jahr bis zu 300 Cyberangriffe ab. In der EU warnen Geheimdienste und Sicherheitsbehörden bereits vor einem Cyberkrieg. Zugleich aber betreiben alle EU-Staaten ihre öffentliche Infrastruktur vornehmlich mit Microsoft-Software. Ausgerechnet diese Programme haben gefährliche Sicherheitslücken.

Erst vergangene Woche warnten Forscher der Sicherheitsfirma Proofpoint Millionen Microsoft-Nutzer vor einem Großangriff durch ein Schadprogramm, das gezielt Schwachstellen im Microsoft-Programm Word ausnützt. Hacker hatten Spam-Mails mit einem infizierten Word-File verschickt. Wer es öffnete, installierte "Dridex". Das Programm verschafft Kriminellen Zugang zu den Bankdaten ihrer Opfer.

Viele große Hackerangriffe der letzten Jahre auf staatliche Institutionen, die EU-Kommission oder das EU-Parlament nutzten die Sicherheitslücken

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