Buch der Stunde

Du kannst nicht immer kriegen, was du willst

SEBASTIAN FASTHUBER | Feuilleton | aus FALTER 16/17 vom 19.04.2017

Sommer 1972: Die Rolling Stones haben gerade das Album "Exile on Main St." veröffentlicht und die USA bombardieren Nordvietnam. Der 17-jährige Mick, der eigentlich Ernst heißt und, wenn es nach seinen Eltern geht, zu lange Haare hat und zu zerrissenes Gewand trägt, liegt in einem Strandbad in der oberösterreichischen Provinz. Er träumt davon, Rockstar zu sein, und verdammt mit den anderen aus seiner Bubenclique, die sich mit Namen wie Hendrix oder Mü schmücken, die unerträglichen Verhältnisse. Es müsse eine Aktion her, um die Menschen in ihrer Umgebung aus ihrer Lethargie zu reißen - Flugblätter verteilen, oder gleich einen Stein durchs Fenster der Sparkasse werfen?

Aber irgendetwas kommt immer dazwischen: die nahende Nachprüfung in Französisch, diverse Mädchen, in die Mick sich verliebt, und der Jugoslawien-Urlaub mit seinen verständnislosen, im Grunde aber sehr guten Eltern. Als am Schluss tatsächlich was passiert, ist es nicht die Revolution, die der Ich-Erzähler sich

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