Pop Festival Tipp

Zwei Tage Elektronik und Rap im Museumsquartier

GS | Lexikon | aus FALTER 16/17 vom 19.04.2017

Beinahe steigen sie einander schon auf die Füße: Wiener Popfestivals, die vorrangig bzw. teilweise ausschließlich heimische Acts bei freiem Eintritt präsentieren. Das Donauinsel- und das Volksstimmefest wären da als Institutionen zu nennen, der Gürtel-Nightwalk und das Donaukanaltreiben gibt es inzwischen auch schon ewig, das sommerliche Popfest auf dem Karlsplatz geht heuer im Juli in die achte Runde, und seine kleine Frühlings-Schwester, das auf Hip-Hop und elektronische Musik in ihren unterschiedlichen Facetten spezialisierte Electric Spring im Museumsquartier findet am 20. und 21. April zum dritten Mal statt.

Kuratiert wurde es heuer vom DJund VJ-Kollektiv Etepetete, einer seit 2007 bestehenden dreiköpfigen Graz-Wien-Achse. Nach der ungemein dichten und üppig programmierten letztjährigen Ausgabe des Festivals präsentiert sich Electric Spring heuer in einer abgespeckten Version: Drei Bühnen werden bespielt, die Menge der auftretenden Künstlerinnen und Künstler wurde um ein Drittel reduziert. Die Open-Air-Bühne im Haupthof des Museumsquartier steht vorrangig im Zeichen von Hip-Hop und verwandten Musikrichtungen, Soia sowie Dero &Klumzy treten hier am 20.4. auf, That Good Wibe Collective und Gerard am 21.4. Die anderen beiden Bühnen finden sich in der Halle E, bekannte Namen wie Wolfram oder Clara Moto locken ebenso wie Einladungen zu Neuentdeckungen.

Lulu Schmidt (Fr, 22 Uhr) ist einer dieser Geheimtipps: Eine großartige Musikerin und Performerin, die beim letzten Popfest bereits im schwierigen Rahmen des Wien Museums für nachmittägliche Begeisterung gesorgt hat. Die Rap, R'n'B und smarten Pop verbindende junge Linzerin Mavi Phoenix wiederum, direkt nach Lulu Schmidt am Start, sollte nach zwei FM4-Hits keine Unbekannte mehr sein.

Museumsquartier, 20. und 21.4. ab 19.30


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige