KOMMENTAR GESETZESREFORM

Sportförderung: Alles bleibt gleich, manches schaut anders aus


JOHANN SKOCEK
Falter & Meinung | aus FALTER 16/17 vom 19.04.2017

Hans Peter Doskozil war entsetzt. Im Sommer 2016 war die Olympiamannschaft mit nur einer Bronzemedaille von den Sommerspielen in Rio heimgekehrt. Lohn von 100 Millionen Euro Spitzensportförderung seit 2012 und einer Sonderförderung für die Olympiateilnehmer in Rio von 20 Millionen Euro. Doskozil sagte, er wolle die Sportförderung umkrempeln. Radikal. Sport soll schließlich dem Ansehen des Landes dienen.

Tüchtige Verbände mit Chancen auf Medaillen -"Prime-Sportarten" - sollten mehr, chancenlose Verbände kaum mehr Fördergeld erhalten. Verbände und Sportler sollten sämtliche Subventionsansuchen an einem Ort ("One-Stop Shop") einbringen können.

Vor einigen Tagen legte Doskozil seinen Reformentwurf vor. Eine neu einzurichtende Bundes-Sport-GmbH, 100-Prozent-Tochter des Ministeriums, soll künftig 120 Millionen Euro Bundessportsubventionen pro Jahr verteilen. Weisungsberechtigter Eigentümervertreter: Minister Doskozil.

In die GmbH wandern jene Teile der Sportsektion im Ministerium,

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