Was taugt das neue Album? Und was verbindet Seiler &Speer mit Qualtinger?

GERHARD STÖGER | Feuilleton | aus FALTER 16/17 vom 19.04.2017

Große Begeisterung versus massive Ablehnung: Seiler &Speer sind keine Band, die kalt lässt oder differenzierte Reaktionen auslöst. "Na ja, geht so" oder "gar nicht so schlecht" sagt beim niederösterreichischen Duo mit dem Kleinkunst-Background kaum wer. Der Grund für die Euphorie: Endlich wieder ein gscheiter Austropop, eingängiges Dialektliedgut in schlichter Sprache, das auch beim ersten Hören schon vertraut klingt! Der Grund für den Ekel: Wie unerträglich schlicht gestrickt das doch ist, prollig, tiaf und konsequent mit dem Holzhammer angerichtet!

Fakt ist, dass sich 2016 in Österreich kein Album besser verkauft hat als "Ham kummst", das bereits im Sommer 2015 veröffentlichte Debüt von Seiler & Speer. Versteht man Popmusik als Spiegel der Zeit, so verkörpern ihre Lieder die Sehnsucht nach Einfachheit und Halt in der Komplexität unserer Zeit. "Waun des Wirrwarr weniga irr wa", sangen Attwenger einst; der Kosmos von Seiler &Speer hingegen ist klein und überschaubar. Schmäh

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