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Die Künstlerin Ingeborg Strobl erkannte in den Tieren die Natur der Menschen. Ihr unbeirrbarer Esprit wird uns fehlen

NACHRUF: RAINER FUCHS | Feuilleton | aus FALTER 16/17 vom 19.04.2017

Die unlängst verstorbene Ingeborg Strobl war nicht nur eine vielseitige Künstlerin, sondern auch eine ebenso versierte Kuratorin und scharfsinnige Kritikerin. Wer mit ihr zu tun hatte, kannte ihr distanziertes Verhältnis zum Kunstbetrieb, über den sie dennoch so gut wie sonst kaum jemand informiert war. Strobl misstraute den üblichen Ritualen, mochte weder fassadenhaftes Benehmen noch einseitig selbstsichere Kunstvorstellungen.

Filme und Kino waren ihre Leidenschaft und ermöglichten ihr, gemeinsam mit einer untrüglichen Beobachtungsgabe für die Wirklichkeit, auf das oft Marktschreierische der Kunst mit Gelassenheit zu schauen. Nicht zur Gruppendynamik geboren, hielt sie auch ihre feministische Phase als Mitglied der Künstlerinnengruppe Die Damen - von 1988 bis 1992 -eher kurz. Zurückhaltung -"Less is more" - war ihre Vorwärtsstrategie in Kunst und sonstigen Lebenslagen.

1949 in Schladming geboren, studierte Strobl an der Wiener Angewandten Grafik und anschließend am Londoner Royal

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