Theater Kritiken

"Menschen ohne Gefühl haben es viel leichter"


MP
Lexikon | aus FALTER 16/17 vom 19.04.2017

Der Titel klingt kompliziert: "Kasimir und Karoline oder Drei Abnormitäten üben Empathie". Damit will Regisseurin Katharina Schwarz andeuten, dass die Figuren ihrer Inszenierung des Horváth-Volksstücks nur "Mensch spielen". Die Lesart geht nicht ganz auf, dazu sind die Schauspieler zu "drin" in den je zwei Rollen, die sie spielen. Rührend unbeholfen, gerade weil sie die richtige Dosis Emotionalität auch im stummen Spiel an den Tag legen, springen Christian Strasser (als Kasimir und Rauch), Katharina Wawrik (als Karoline und Erna) und Robert Finster (als Schürzinger und Merkl) durch die wichtigsten Szenen des Klassikers. Schönes, wenn auch nicht zwingendes Alternativprogramm zur aktuell im Volkstheater laufenden Version.

Bronski & Grünberg, So, Mi 19.30


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