"Heute hören Jugendliche viel schneller, ihr seid zu nichts nutze"

37 Jahre lang hat Gerda Challupner arbeitslose Jugendliche betreut. Nun geht sie in Pension. Ein Gespräch über den Alltag am Jugendarbeitsamt


GESPRÄCH: NINA HORACZEK
Politik | aus FALTER 16/17 vom 19.04.2017

Der 2. Mai 1980 war ihr erster Tag im Amt. Seit damals hilft Gerda Challupner, 63, langjährige Leiterin des Arbeitsmarktservices für Jugendliche und junge Erwachsene, Burschen und Mädchen dabei, in der Berufswelt Fuß zu fassen. Am 1. Mai verabschiedet sich die ausgebildete Sozialarbeiterin in die Pension. Im Gespräch mit dem Falter erinnert sie sich an ihre Anfänge im Jugend-AMS, die Punks aus der Aegidigasse und erklärt, wieso sich viele junge Menschen heute schwertun, eine Arbeit zu finden.

Falter: Frau Challupner, angesichts 14.000 arbeitsloser Jugendlicher in Wien: Gehen Sie mit einem Gefühl des Scheiterns in Pension?

Gerda Challupner: Nachdem in dieser Millionenstadt keine Häuser brennen, es keine Jugendkrawalle gibt, glaube ich, wir konnten schon viel für die Jugendlichen erreichen. Aber wir müssen leider mit noch mehr arbeitslosen Jugendlichen rechnen.

Wieso?

Challupner: Es hat früher einfach mehr Arbeitsstellen gegeben für Menschen, wo man gesagt hat, die sind nicht so

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